Musterschreiben für Ihren Coaching-Vertrag.
Fünf anwaltlich geprüfte Vorlagen — von der Rückforderung nach § 7 FernUSG über den Widerruf bis zur Anfechtung. Vorlage wählen, Felder ausfüllen, Vorschau prüfen und als Word oder PDF herunterladen.
1.Schreiben konfigurieren.
Vorlage wählen, Felder ausfüllen, Vorschau prüfen, herunterladen. Jedes Schreiben nennt die einschlägigen Normen und verweist auf die maßgebliche Rechtsprechung. Es ersetzt keine anwaltliche Prüfung im Einzelfall.
2.Rechtliche Erläuterungen.
Welcher Weg passt — und worauf Sie beim Formulieren achten sollten.
Welches Schreiben das richtige ist, hängt von Ihrem Ziel und der Beweislage ab. In vielen Fällen ist die Rückforderung wegen Nichtigkeit nach dem FernUSG der stärkste Hebel, weil sie weder eine Frist noch ein Verschulden voraussetzt und auch für Unternehmer gilt.
Welcher Weg passt?
- Fehlt dem Anbieter die ZFU-Zulassung, ist die Rückforderung nach § 7 FernUSG meist erste Wahl.
- Als Verbraucher im Fernabsatz innerhalb der Frist: zusätzlich oder alternativ der Widerruf.
- Bei unhaltbaren Erfolgsversprechen: die Anfechtung wegen arglistiger Täuschung.
- Bei laufenden Mahnungen oder Inkasso: die schriftliche Zurückweisung der Forderung.
Worauf es beim Formulieren ankommt.
Benennen Sie den Vertrag eindeutig, berufen Sie sich ausdrücklich auf die einschlägige Norm, setzen Sie eine klare, angemessene Frist und fordern Sie die Rückzahlung beziffert. Widerrufen Sie zugleich ein erteiltes SEPA-Lastschriftmandat und kündigen Sie an, dass Sie keine weiteren Raten leisten. Versenden Sie das Schreiben nachweisbar — idealerweise per E-Mail mit Empfangs- bzw. Lesebestätigung und zusätzlich per Einschreiben.
Erst Grundlage schaffen, dann Zahlungen stoppen. Stellen Sie Ratenzahlungen nicht ein, bevor Sie die Nichtigkeit bzw. Ihren Widerruf erklärt haben. Andernfalls drohen Mahnkosten und ein negativer SCHUFA-Eintrag.
3.Aktuelle Rechtsprechung.
Die in den Schreiben verarbeiteten Leitentscheidungen. Aktenzeichen nennen wir nur bei gesicherter Fundstelle.
Coaching ohne Zulassung nichtig.
Online-Coaching ist Fernunterricht; ohne ZFU-Zulassung ist der Vertrag nach § 7 Abs. 1 FernUSG nichtig — auch im B2B. Gezahlte Vergütung ist zu erstatten (NJW 2025, 2613).
Niedrige Schwelle bestätigt.
Für die Lernerfolgskontrolle genügt die Möglichkeit individueller Rückfragen; §§ 7, 12 FernUSG sind verfassungsgemäß.
Geltung auch für Unternehmer.
Grundsatzentscheidung zur Anwendbarkeit des FernUSG im unternehmerischen Verkehr (MMR 2023, 864).
Räumliche Trennung online.
Eine räumliche Trennung liegt auch bei Online-Unterricht vor, selbst wenn synchrone Kommunikation möglich ist.
4.Fragen & Antworten (FAQ).
Acht Fragen rund um die Musterschreiben.
Passende Inhalte.
Spezial-Ratgeber, Tools und passende Rechtsgebiete — direkt verlinkt.
Anwaltliche Prüfung anfragen.
Sie möchten Ihr Schreiben vor dem Versand prüfen lassen oder den Fall abgeben? Schildern Sie Ihr Anliegen.